Die Putten tanzen wieder

Die Ringerkolonnade des Stadtschlosses ist um weiteren Figurenschmuck reicher. Seit dem 5. April 2021 haben alle Putten und Vasen der Attika wieder ihre Plätze eingenommen. Insgesamt wurden an diesem Tag vier Putten und drei Vasen auf die prächtige Säulenreihe gehoben. Sie ergänzen nunmehr die Bildwerke (eine Vase und zwei Putten), die schon im April 2019…

Die Rückkehr der Musen

Seit wenigen Tagen fallen am Potsdamer Stadtschloss die Gerüste, die in den letzten Wochen den Blick auf den südwestlichen Kopfbau am Lustgarten versperrten. Sie waren nötig, um die bisher umfangreichste Rückkehr-Aktion von Skulpturen auf die Attika des Bauwerkes zu ermöglichen. Gleich sechs Figurengruppen fanden seit November 2020 ihren Weg zurück auf das Dach des Landtagsschlosses.

Merkur bringt endlich wieder die Post nach Potsdam

Seit einer Woche sind auch die bisher fehlenden Attika-Figuren des Volksbank-Gebäudes am Platz der Einheit wieder zurück. 1783/84 ließ Friedrich II. von Georg Christian Unger auf dem Grundstück Am Kanal 19 / Nauener Straße 34a eine Doppelhaus für den „Königlich Preußischen Posthalter“ errichten. Die stark plastisch gegliederte Fassade war mit zwölf Puttenreliefs und sechs Attika-Plastiken…

Ägypten auf dem Alten Markt

Obelisken waren im alten Ägypten ein wichtiges Symbol für den Kult um den Sonnengott Re. Derartige Säulen symbolisierten die steingewordenen Strahlen des Sonnengottes und der Umlauf ihres Schattens zeigte die tägliche Fahrt seiner Sonnenbarke von Ost nach West an. Sein Auf- und Untergang waren genau zu beobachten und zu berechnen und machten den Sonnengott so…

Markus Manlius erobert das Stadtschloss

Seit dem heutigen Vormittag ist das Potsdamer Stadtschloss um eine Figur reicher: auf dem westlichen Kopfbau am Alten Markt ist nun auch die dritte Skulptur zurück. Nachdem im April 2016 bereits Herkules und ein Jüngling wieder aufgestellt wurden, ist nun auch Markus Manlius wieder da. Erstmals ist damit eine Skulptur aufgestellt worden, die gänzlich neu…

Europa, Asien und Afrika am Platz der Einheit

Bereits in der letzten Woche sind die drei erhaltenen Attikafiguren auf den Neubau der Volksbank am Platz der Einheit aufgesetzt worden. Sie schmückten einst die – 1783 von Georg Christian Unger (1743-1799) gebaute – sogenannte „Alte Post“. Bis 1945 krönten insgesamt sechs Figuren die Attika des Baus. Zunächst waren dies die beiden Gottheiten Merkur und…

Potsdams schönste Mauer

In einem früheren Beitrag war bereits die Geschichte der Ringerkolonnade Thema, die inzwischen an ihren angestammten Platz zurückgekehrt ist. Sie bildete die nördliche Abgrenzung des Lustgartens. Doch auch in Richtung Westen ließ Friedrich der Große eine optische Barriere errichten – die Lustgartenmauer. Selten beachtet, ist sie doch einer der wenigen authentischen Reste aus der friderizianischen…

Ein bayerischer Narziss

Etwas versteckt im Prinzenhof des Schlosses Cecilienhof trifft der Besucher auf einen Brunnen, der eine wohlbekannte Persönlichkeit der griechischen Mythologie darstellt – Narziss. Der Jüngling betrachtet, auf dem Rand des Brunnens sitzend, sein eigenes Spiegelbild. Die Legende Narziss war der von Frauen wie Männern zugleich umworbene Sohn des Flussgottes Kephissos und der Wassernymphe Leiriope. Von…

Heimkehr des Herkules

Es war der Januar des Jahres 1960, als die letzten Figuren vom Giebel des westlichen Kopfbaus des Stadtschlosses geborgen wurden. Eine Rettung in letzter Minute: das Fortunaportal war zu diesem Zeitpunkt mitsamt seinem kostbaren Schmuck bereits gesprengt worden. Heute, 56 Jahre später, kehrten die damals Evakuierten an ihren historisch angestammten Platz zurück. Um kurz nach…

Potsdamer Säulenwanderung

Seit Mai 2015 laufen die Arbeiten zur Rückkehr der sogenannten Ringerkolonnade an ihren ursprünglichen Standort zwischen Marstall und Stadtschloss. Seit den späten 1960er Jahren zierte dieses Fragment der einst 75 Meter langen Kolonnade den Potsdamer Stadthafen. Im Jahr 1744 (der Umbau des Stadtschlosses nach den Vorstellungen Friedrichs II. hatte gerade erst begonnen) entschied sich der…

Der Neider aus der Mammon-Straße

Eines von insgesamt 38 im Jahre 1785  errichteten Bürgerhäusern war jenes in der Mammonstraße 3 (Werner-Seelebinder-Straße). Es gehörte dem Bürger Henckel und wurde daher das Henckelsche Haus genannt. Manger schreibt dazu im zweiten Band der Baugeschichte Potsdams, dieses Haus hätte zwey und vierzig Fuß Länge, bekam zwey Geschoß Höhe, und auf der Attik über derselben…

Des Königs Kutscher

Ob`s mit Pferden oder Eseln geht – fahr ich Knüppel oder Eure Majestät Eine leere, vierspännige Kalesche donnert förmlich das Dach des Kutschstalls hinunter. Die Pferde, so scheint es, setzen soeben zum Sprung an. Gelenkt wird das wilde Gefährt von einem stoischen Kutscher, die Zügel fest in der Hand, die Peitsche schwingend. Im Jahre 1790…